My private Chauffeur

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bildEr blickte aus dem Bürofenster und sah den schwarzen Bentley unten auf der Straße stehen. Lächelnd schüttelte er den Kopf. Sein neuer Geschäftspartner hatte ihm wirklich einen Wagen mit Chauffeur geschickt. Und w a s für einen Wagen.

Mister X hatte ihn und weitere Geschäftsmänner übers Wochenende auf seinen Landsitz ausserhalb der Stadt eingeladen. Er fand das alles etwas übertrieben, freute sich aber schon auf die Fahrt. Eilig packte er die restlichen Schriftstücke in seinen Aktenkoffer, holte seine Reisetasche aus dem Schrank und verließ das Büro.

Als er auf die Straße trat, blieb er einen Moment stehen um das vor ihm liegende Bild auf sich wirken zu lassen. Vor dem auf Hochglanz polierten Bentley stand eine Chauffeurin in schwarzem Kostüm und Schirmkappe. Als er näher kam, stellte er fest, dass beim Anblick dieser wunderschönen Frau, die Limousine plötzlich zur Nebensache geworden war. Und während er in den Wagen stieg, überlegte er, ein Grinsen unterdrückend, was er wohl gerne alles mit ihr tun würde.

Was sie im Rückspiegel sah, gefiel ihr. Sie fragte sich, ob er wusste, was für eine Ausstrahlung er auf Frauen hatte. Ob sie sich wohl auf die Straße konzentrieren könnte. Lächelnd sagte sie sich > Nein.

Sie hatten schnell die Großstadt hinter sich gelassen und fuhren nun auf der Landstraße vorbei an Wiesen und Feldern. Die Dämmerung brach herein und hier und da, sah man Licht in den Fenstern, einsamer Bauernhäuser.

Verstohlen musterte er seine Fahrerin, von der er nur Kopf und Nacken und im Spiegel einen Teil des Gesichtes sehen konnte. Ihre Augen waren hinter einer dunklen Sonenbrille versteckt. Sein Blick wanderte zwischen Spiegel und ihrem Nacken hin und her. Eine Haarsträhne war unter der Kappe hervorgerutscht. Fasziniert betrachtete er die Farbe. Ein leuchtendes Rot.

Noch während er überlegte, was für eine Augenfarbe sie wohl haben würde, zog sie die Sonnenbrille aus, um in der Dunkelkeit besser sehen zu können. Ohne weiter darüber nachzudenken, rutschte er nach vorne, um ihr Gesicht genauer betrachten zu können. Sie hatte dunkelgrüne Augen und auf ihrer Nase waren ein paar Sommersprossen.

Als er bemerkte, dass sie ihn spöttisch anlächelte, ließ er sich in den Sitz zurückfallen und nestelte verlegen an seinem Aktenkoffer herum. Leise lachend fragte sie ihn, ob er genug gesehen hätte und ob er zufrieden mit seiner Begutachtung wäre. Er stammelte nur eine Entschuldigung hervor. Das Wageninnere erschien ihm plötzlich sehr eng und er lockerte den Knoten seiner Krawatte. Er fühlte, wie sie ihn beobachtete und fragte sich, ob sie das schon die ganze Zeit getan hatte.

Ohne Vorwarnung hielt sie den Wagen an, drehte sich zu ihm um und fragte, ob er nicht nach vorne kommen wolle. Man könne sich so doch viel besser anschaun. Er fand diese Situation schon fast skurill, wechselte aber auf den Beifahrersitz. Sie fuhr nicht direkt los, sondern betrachtete ihren Beifahrer eingehend . Er konnte seinen Blick nicht von ihren Katzenaugen lösen und fragte sie heiser, ob sie ihrerseits mit der Begutachtung zufrieden sei.

Sie lachte ihn an und erwiderte, dass sein zerknittertes Jakett schon bessere Zeiten gesehen hätte und die Krawatte ihn vor Erreichen des Fahrtzieles umbringen würde. Nach dem Jacket und Krawatte auf dem Rücksitz gelandet waren, sah sie ihn prüfend an. Ihre Hand fuhr zu seinem obersten Hemdknopf und sie meinte, dass ein paar offene Knöpfe sicher angenehmer wären.

Er griff nach ihrem Arm und fragte sie, wie weit sie gehen wolle. Doch sie wich ihm aus und deutete auf die Straße, hier durften sie nicht stehenbleiben. Er ließ sie los und sah aus dem Fenster während sie den Motor startete.

Er wusste nicht, was er denken und fühlen sollte. Einerseits spürte er das Verlangen, sie hier und jetzt auszuziehen und mit ihr zu schlafen, andererseits wusste er, wie verrückt das war. Man fiel doch nicht über wildfremde Frauen her, hatte seine Triebe doch irgendwie zivilisiert unter Kontrolle.

Er hatte keine Ahnung, dass in ihr das gleiche Gefühlschaos brodelte. Bemerkte nicht die Blicke, die sie ihm zuwarf, die zwischen Ungläubigkeit und Verlangen wechselten. Wie hatte sie ihm eben an die Wäsche gehen können, sie kannte ihn doch überhaupt nicht. Wusste nicht mal seinen Namen. Eine solche Situation hatte sie noch nie erlebt.

Sie fuhren eine Weile, als sie in einen kleinen Waldweg bog, der nach einigen Metern in einer Lichtung mündete. Sie stieg aus und lehnte sich gegen den Bentley. Zog die Kappe vom Kopf, worauf sich ihr Haar wie ein Wasserfall über ihre Schultern ergoß.

Er trat zu ihr und sah ihr fragend in die Augen, doch sie senkte verlegen den Blick. Er wusste nicht, welcher Teufel ihn ritt, als er sie sanft küsste und seine Arme um ihre Schultern legte. Ohne Gegenwehr schmiegte sie sich an seinen Körper und erwiederte den Druck seiner Lippen. Sein Kuss wurde fordernder, während seine Hände über ihren Rücken und ihre Taille streichelten. Sie verlor fast das Gleichgewicht und musste sich mit den Händen am Wagen abstützen.

Immer wieder sah er in ihr Gesicht, bereit, sie sofort loszulassen. Doch sie lächelte, die Augen geschlossen und legte den Kopf in den Nacken. Als er ihre Jacke öffnete, kam ein schwarzer Spitzen-BH zum Vorschein. Er öffnete den Verschluss an ihrem Rücken und schob ihn hoch. Sie bekam eine wohlige Gänsehaut, als er seine Hände auf ihre Brüste legte, stöhnte leise auf, als sie seine Zunge auf der empfindlichen Haut spürte. Seine Hände fanden ihren Rock, schoben ihn langsam bis zur Taille hoch und er hockte sich vor sie.

Sie sah zu ihm herunter und fuhr mit den Fingern durch sein Haar, während er ihr das Höschen auszog und sein Gesicht in ihrem Schoß vergrub.

Er würde erst von ihm ablassen, wenn ihre Lust erfüllt wäre. Und nach einer Zeit, die ihr wie eine himmlische Ewigkeit erschien, hatte er sein Ziel erreicht.

Noch während sie ihren Höhepunkt genoß, drehte er sie mit sanftem Druck zum Wagen und küsste ihren Nacken und ihre Schulterblätter. Ungeduldig zerrte er an seinem Gürtel und öffnete seine Hose. Drang ruhig in sie ein, um dann zunehmend immer fester zuzustoßen. Eine Hand auf ihren Bauch gepresst, die andere ,mit festem Druck, ihren Rücken massierend. Sie fühlte eine zweite Lustwelle ihren Körper durchströmen. Spürte sein Gesicht an ihrem Hals, seinen Körper, der sich spannte, hörte seinen gepressten Atem. Währemd er sie fest umschlungen hielt, entlud sich seine Lust.

Sie blieben eine zeitlang übereinander liegen, noch nicht bereit, sich voneinander zu lösen. Er küsste ihre Schulter. Ihren Kopf auf seine Unterarme gelegt, strich sie über seine Hände.

Doch die Realität ließ ihnen keine Zeit.

Während sie ihre Kleidung ordneten lächelte sie ihn verlegen an. Sie gestand ihm, dass sie so etwas noch nie gemacht hatte. Doch er erwiderte, es gäbe immer ein erstes Mal und sie hätten nichts getan, wofür man sich schämen müsste.

Und während sie wieder dem Landsitz seines Geschäftspartners entgegen fuhren, dachte er, dass der Spruch,

"Der Weg ist das Ziel"

eine ganz neue Bedeutung für ihn bekommen hatte.

©Ann Phey (2001)

   
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